Änderung der Empfehlungen der Stiftung Warentest zur Werbung mit Testergebnissen

11. Januar 2006

Aus gegebenem Anlass weisen wir nochmals auf die Änderungen der Empfehlungen der Stiftung Warentest zur Werbung mit Testergebnissen hin. Bei der Verwendung von Untersuchungsergebnissen der Stiftung Warentest, die sich auf Lebensmittel beziehen, und zwar auf eine bestimmte in der Veröffentlichung angegebene Charge (MHD, Losnummer, etc.) – was regelmäßig der Fall sein wird -, muss in der Werbung/Auslobung die untersuchte Charge angegeben werden.

Hintergrund ist, dass gerade bei Lebensmitteln sich die Zusammensetzung und Qualität chargenweise verändern kann.

Wir empfehlen eine Anpassung der Etikettierung und Werbung, um das Risiko einer Abmahnung auszuschalten.

In diesem Zusammenhang ist erwähnenswert, dass das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Stiftung Warentest einen Kooperationsvertrag geschlossen haben, nach dem das BfR der Stiftung Anregungen für Untersuchungen sowie Hinweise auf Probleme des gesundheitlichen Verbraucherschutzes geben wird und auch sonstigen Expertenrat zur Verfügung stellen will. Angehörige des BfR können in Fachbeiräten der Stiftung mitarbeiten und Ihre Meinung beispielsweise im Wege von Interviews in den Publikationen der Stiftung Warentest kundtun.

Dieser Schritt zeigt, dass die aus Kostengründen offensichtlich weiter zurückgehende amtliche Lebensmittelüberwachung zukünftig vermehrt durch „Überwachungstätigkeiten“ nicht staatlicher Organisationen übernommen wird. Die offenen Kooperation des BfR mit der Stiftung Warentest spricht insoweit für sich.


 

Redaktion: Rechtsanwalt Dr. Markus Grube, Gummersbach, info@krellundweyland.de

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