Ergänzung der Art. 13-Teilliste um drei weitere gesundheitsbezogene Angaben

4. September 2013

Am 04.09.2013 wurde die Verordnung (EU) Nr. 851/2013 im Amtsblatt der EU veröffentlicht, mit der drei neue gesundheitsbezogene Angaben in Ergänzung der Verordnung (EU) Nr. 432/2012 zugelassen wurden.

Die gesundheitsbezogenen Angaben lauten:

  • 1. Für neuformulierte alkoholfreie säuerliche Getränke mit weniger als 1 g gärfähigem Kohlenhydrat pro 100 ml (Zucker und sonstige Kohlenhydrate mit Ausnahme von mehrwertigen Alkoholen), einem Calciumgehalt zwischen 0,3 und 0,8 mol pro mol Säuerungsmittel und Anzeige eines pH-Werts zwischen 3,7 und 4,0:
    Wer zuckerhaltige säuerliche Getränke wie Soft Drinks (die typischerweise 8-12 g Zucker/100 ml enthalten) durch neuformulierte Getränke ersetzt, trägt zur Erhaltung der Mineralisierung der Zähne bei.
  • 2. Für langsam verdauliche Stärke:
    Beim Verzehr von Erzeugnissen mit einem hohen Gehalt an langsam verdaulicher Stärke (SDS) steigt die Blutzuckerkonzentration nach einer Mahlzeit weniger stark an als beim Verzehr von Erzeugnissen mit geringem SDS-Gehalt.
  • 3. Für Kakaoflavonoide:
    Kakaoflavanole fördern die Elastizität der Blutgefäße, was zum normalen Blutfluss beiträgt.

    In den ersten fünf Jahren nach Inkrafttreten dieser Verordnung bleibt die Verwendung dieser gesundheitsbezogenen Angaben auf die Antragsteller beschränkt. Dies sind die GlaxoSmithKline Services Unlimited, die Mondelēz International group bzw. die
    Barry Callebaut Belgium NV. Für andere Unternehmer besteht innerhalb dieses Zeitraums weiterhin die Möglichkeit, die gleichen gesundheitsbezogenen Angaben zu beantragen. Nach Ablauf des Zeitraums von fünf Jahren dürfen alle Lebensmittelunternehmer diese gesundheitsbezogenen Angaben verwenden.

Die Verwendungsbedingungen für die einzelnen gesundheitsbezogenen Angaben entnehmen Sie bitte der Anlage. Die Verordnung tritt am 24.09.2013 in Kraft.

Abschließend weisen wir darauf hin, dass über die Zulassung weiterer gesundheitsbezogener Angaben, insbesondere zu Pflanzen und Pflanzenstoffen (sog. „botanicals“), noch nicht entschieden ist.

Die Verordnung finden Sie in der Anlage oder kann unter folgendem Link abgerufen werden:
Jetzt ansehen!


 

Redaktion: Dr. Christine Konnertz-Häußler, LL.M., Rechtsanwältin Gummersbach, info@kwg.eu

Haftungsausschluss: Obgleich dieser Informationsbrief sorgfältig erstellt wurde, kann keine Haftung für Fehler oder Auslassungen übernommen werden. Dieser Informationsbrief stellt keinen anwaltlichen Rechtsrat dar und ersetzt keine auf den Einzelfall bezogene anwaltliche Beratung. Hierfür stehen die Rechtsanwälte unseres Büros zur Verfügung.