EU-Verordnungen über Zusatzstoffe, Aromen und Enzyme veröffentlicht

3. Januar 2009

m Amtsblatt L 354 vom 31. Dezember 2008 hat die Europäische Union nunmehr 4 wichtige Verordnungen verkündet, die das Recht des Einsatzes von Lebensmittelzusatzstoffen, von Lebensmittelaromen und Lebensmittelenzymen neu regeln. Neu ist, dass zukünftig Lebensmittelenzyme zugelassen sein müssen und grundsätzlich einer Kennzeichnungspflicht unterfallen. Auch Aromen und Lebensmittelzutaten mit Aromaeigenschaften bedürfen zukünftig einer Zulassung, wobei jedoch Ausnahmen für bestimmte Aromaextrakte, bestimmte Reaktionsaromen und Lebensmittelzutaten mit Aromaeigenschaften vorgesehen sind. Neu geregelt ist auch die Kennzeichnung von Aromen, insbesondere die Verwendung des Begriffes „natürlich“. Weniger Veränderungen bringt die neue Verordnung über Lebensmittelzusatzstoffe mit sich. Hier ist das geltende Zusatzstoffrecht im Wesentlichen in die neue Rechtslage überführt worden. Gleichwohl sind auch insoweit Neuerungen zu verzeichnen, beispielsweise eine Art Warnhinweis bei bestimmten Lebensmittelfarbstoffen, mit dem darauf hingewiesen werden soll, dass dieser Stoff die Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen kann.

Im Einzelnen handelt es sich um die Verordnungen:

  • Verordnung (EG) Nr. 1331/2008 über ein einheitliches Zulassungsverfahren für Lebensmittelzusatzstoffe, -enzyme und -aromen
  • Verordnung (EG) Nr. 1332/2008 über Lebensmittelenzyme
  • Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 über Lebensmittelzusatzstoffe
  • Verordnung (EG) Nr. 1334/2008 über Aromen und bestimmte Lebensmittelzutaten mit Aromaeigenschaften zur Verwendung in und auf Lebensmitteln

Die Verordnungen können abgerufen werden über den folgenden Link (unter „Aktuelles“):

www.eur-lex.europa.eu/de/index.htm

In Kürze werden wir unseren Mandanten weitergehende Informationen zu den Rechtsneuerungen zur Verfügung stellen.


 

Redaktion: Rechtsanwalt Dr. Markus Grube, Gummersbach, info@krellundweyland.de

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