Mineralölkohlenwasserstoffe – Empfehlung der EU-Kommission

17. Januar 2017

Die Europäische Kommission hat am 16.01.2017 eine Empfehlung über die Überwachung von Mineralölkohlenwasserstoffen in Lebensmitteln und Materialien und Gegenständen, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen, ausgesprochen:

Empfehlung (EU) 2017/84 der Kommission vom 16.01.2017

Mit der Empfehlung fordert die Europäische Kommission die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union auf, in den Jahren 2017 und 2018 „unter aktiver Beteiligung von Lebensmittelunternehmern“, aber auch von Produzenten von Lebensmittelkontaktmaterialien und anderen „interessierten Kreisen“ das Vorhandensein von Mineralölkohlenwasserstoffen in Produkten zu überwachen.

Dabei soll sich die Überwachung auf tierische Fette, Brot und Kleingebäck, Feinbackwaren, Frühstückscerealien, Süßwaren und Kakao, Fischfleisch, Fischprodukte, Körner für den menschlichen Verzehr, Speiseeis und Süßspeisen, Ölsaaten, Teigwaren, Getreideerzeugnisse, Hülsenfrüchte, Wurst, Schalenfrüchte, pflanzliche Öle sowie für diese Produkte verwendete Lebensmittelkontaktmaterialien erstrecken.

Zur einheitlichen Umsetzung der Empfehlung sollen vom EU-Referenzlaboratorium spezifische Leitlinien erarbeitet werden. Diese Leitlinien liegen noch nicht vor.

Vorgesehen ist eine Untersuchung der Proben „in der handelsüblichen Form“. Wenn Mineralölkohlenwasserstoffe in Lebensmitteln nachgewiesen werden, sollen die Mitgliedsstaaten weitere Untersuchungen in den Lebensmittelbetrieben vornehmen, um die möglichen Eintragsquellen zu ermitteln.

Stand: 17.01.2017

Redaktion: Dr. Markus Grube, Rechtsanwalt, Gummersbach, info@kwg.eu

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