Neue gesundheitsbezogene Angabe zu Folsäure

31. Oktober 2014

Am 28.10.2014 wurde die Verordnung (EU) Nr. 1135/2014 im Amtsblatt der EU veröffentlicht und mit ihr die folgende neue gesundheitsbezogene Angabe betreffend die Verringerung eines Krankheitsrisikos in die Liste der zugelassenen Angaben aufgenommen:

  • Die ergänzende Aufnahme von Folsäure erhöht bei Schwangeren den Folatspiegel. Ein niedriger Folatspiegel ist bei Schwangeren ein Risikofaktor für die Entstehung von Neuralrohrdefekten beim heranwachsenden Fötus.

Die Verwendungsbedingungen der Angabe lauten:

  • Die Angabe darf nur für Nahrungsergänzungsmittel verwendet werden, die mindestens 400 μg Folsäure je Tagesdosis enthalten.
  • Unterrichtung der Verbraucher, dass Frauen in gebärfähigem Alter die Zielgruppe sind und dass sich die positive Wirkung bei einer ergänzenden Aufnahme von 400 μg Folsäure täglich über einen Zeitraum von mindestens einem Monat vor und bis zu drei Monaten nach der Empfängnis einstellt.

Die Verordnung tritt am 17.11.2014 in Kraft.

Abschließend weisen wir darauf hin, dass über die Zulassung weiterer gesundheitsbezogener Angaben, insbesondere zu Pflanzen und Pflanzenstoffen (so genannte „botanicals“), noch nicht entschieden ist.

Die Verordnung finden Sie in der Anlage oder kann unter folgendem Link abgerufen werden: Verordnung (EU) Nr. 1135/2014


Stand: 28.10.2014

Redaktion: Dr. Christine Konnertz-Häußler, LL.M., Rechtsanwältin, Gummersbach, Jens Karsten, Rechtsanwalt, Brüssel, info@kwg.eu

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