Spielzeug/Verbraucherprodukte: Erstmalige Grenzwerte für PAK festgelegt

20. Januar 2014

Mit der Verordnung (EU) Nr. 1272/2013 vom 06.12.2013 wurde die sogenannte REACH­Verordnung (Verordnung (EG) Nr. 1907/2006) geändert. Die Verordnung sieht erstmalig bestimmte Grenzwerte für polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe in Verbraucherprodukten sowie Spielzeuge vor.

Für Erzeugnisse mit Bestandteilen aus Kunststoff oder Gummi, die bei normaler oder vernünftigerweise vorhersehbarer Verwendung unmittelbar längere Zeit oder wiederholt für kurze Zeit mit der menschlichen Haut oder der Mundhöhle in Berührung kommen, wird ein Wert von 0,0001 Masseprozent dieses Bestandteiles festgelegt. Davon sind zum Beispiel Sportgeräte, Haushaltsgeräte, Werkzeuge, Kleidung und Uhrenarmbänder betroffen. Der in diesem Zusammenhang genannte Grenzwert von 0,1 mg/kg unterliegt offensichtlich einem Regelungsversehen. Die zutreffenderweise umgerechnete Angabe von 0,0001 Masseprozent entspricht nämlich einem Wert von 1,0 mg/kg.

Dies ist insbesondere deshalb einleuchtend, weil für Spielzeuge ein Grenzwert von 0,5 mg/kg (entspricht 0,00005 Masseprozent dieses Bestandteiles) festgelegt wird.

Es ist nicht überzeugend, warum allgemeine Verbraucherprodukte strengeren Regelungen unterliegen sollten, als dies für Spielzeuge der Fall ist. Eine redaktionelle Änderung ist deshalb angebracht.

Die Änderungsverordnung gilt ab dem 27.12.2015 und sieht entsprechende Übergangsregelungen vor.


 

Redaktion: Alexander Pitzer, Rechtsanwalt, Gummersbach, info@kwg.eu

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