Wichtige Änderungen der REACH-Verordnung für Kleidungen, Textilien und Schuhwaren

25. Oktober 2018

Mit der Verordnung (EU) Nr. 2018/1513 der Kommission vom 10.10.2018 (hier klicken) wurde Anhang XVII der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (sogenannte REACH-Verordnung) geändert. Die Änderung betrifft folgende Produktkategorien:

  1. Kleidung und damit in Bezug stehendes Zubehör,
  2. andere Textilien, die bei normaler oder vernünftigerweise vorhersehbarer Verwendung in ähnlichen Maßen wie Kleidung mit der menschlichen Haut in Berührung kommen,
  3. Schuhwaren.

Für diese Produktgruppen werden Konzentrationsgrenzwerte nach Gewicht festgelegt. Insgesamt werden 33 neue Grenzwerte eingeführt. Die nunmehr beschränkten Stoffe werden in der Bekleidungs-, Textilien- und Schuhwarenindustrie teilweise absichtlich eingesetzt, aber auch im Rahmen von Verunreinigungen in die Erzeugnisse eingetragen. Der Gesetzgeber beabsichtigt mit dieser Änderung, die Exposition der Verbraucher mit sogenannten CMR-Stoffen so gering wie möglich zu halten.

Produkte, die den Grenzwertregelungen nicht entsprechen, dürfen nach dem 01.11.2020 nicht mehr in den Verkehr gebracht werden.

Stand: 25.10.2018

Redaktion: Dr. Alexander Pitzer, Rechtsanwalt, Gummersbach, info@kwg.eu

Haftungsausschluss: Obgleich dieser Informationsbrief sorgfältig erstellt wurde, kann keine Haftung für Fehler oder Auslassungen übernommen werden. Dieser Informationsbrief stellt keinen anwaltlichen Rechtsrat dar und ersetzt keine auf den Einzelfall bezogene anwaltliche Beratung. Hierfür stehen die Rechtsanwälte unseres Büros zur Verfügung.